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   dem stellte er Schriftstellerbibliographien zusammen. Vgl. den ausführli-
   chen Artikel im von ihm besorgten Pantheon deutscher jetzt lebender
   Dichter und in die Belletristik eingreifender Schriftsteller, Helmstedt
   1823, S. 258f., sowie ADB XXVII, S. 335f.
5 217,26–27 In den Gedichten Raßmanns, die der Musen-Almanach enthält]
   Einzwängung im Frühling, Der Töpfer nach der Heirath, Vanini,
   Sehnsucht, Bei einem Spaziergang im Herbst, Kletus; Legende, Der
   arme Heinrich; altdeutsche Erzählung von  H a r t m a n n   v o n   A u e ,
   Umwandlung, Das erfrorne Bäumchen. Raßmann ist damit nach
10  Smets Hauptbeiträger des Musenalmanachs.
  217,27–28 Einzwängung des Frühlings] irrtümlich für Einzwängung im
   Frühling. Das Gedicht lautet:
  Im wunderschönen Monat Mai
  War ich in einer Bücherei
15 Gar tief vergraben Tag für Tag,
  So fern dem Nachtigallenschlag,
  So fern dem Blüthenregen. 
  Was wühlst du doch im Staube dort?
20 Wie bald ist nicht der Frühling fort,
  Der alles jetzt mit Lust beseelt,
  Und Erd' und Himmel neu vermählt!
  Rief mir ein Freund entgegen.  
25 Doch ich grub mich noch tiefer ein.
  Der Saal galt mir ein Blüthenhain,
  Ein Blumengarten galt der Saal.
  Ach Dichter, Dichter sonder Zahl,
  Konnt' ich hier einsam hegen!
30  
  Als drauf ich räumte das Gebiet,
  War schon der Frühling abgeblüht.
  Da nagt' es doch mich früh und spät,
  Daß ich den Zaubermond verschmäht
35 Der staub'gen Bände wegen! – 
  So steht auch Stubenpoesie
  Tief unter jener Dichtung, die
  Da draußen auf dem Prachtgefild'
40 Ein frischer Born der Brust entquillt
  Und nichts gebiert als Segen (S. 20f.).
  Den Eingangsvers zitiert Heine in Lyrisches Intermezzo I (DHA I,
   135/773ff.).
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